Boulder Dash ist ein Computerspiel von Peter Liepa und Christopher Gray. Das Spiel wurde im März 1984 für Ataris Heimcomputer von dem US-amerikanischen Herausgeber First Star Software veröffentlicht und weltweit vertrieben. Nur wenig später setzte das US-amerikanische Unternehmen Exidy das Spiel in einem seiner Spielautomaten ein - zu dieser Zeit ein ungewöhnlicher Vorgang, denn zeitgenössische Heimcomputerspiele hatten sonst eher beliebte Arcadeautomaten zum Vorbild. Danach folgten hauptsächlich durch Lizenznehmer erstellte Portierungen für fast alle gängigen Heimcomputersysteme. Ab 1990 erschien eine Vielzahl an lizenzierten Anpassungen für modernere Computersysteme und Spielkonsolen, auch in deutlich besserer audiovisueller Qualität.
Das Spielgeschehen ist in einer labyrinthartigen Höhle angesiedelt, in der sich vor allem Sand und Felsbrocken befinden. Diese müssen mithilfe der Spielfigur Rockford durchgraben beziehungsweise verschoben werden, um in der Höhle verstreute Diamanten erreichen und einsammeln zu können. Im Spiel simulierte Gravitation kann dabei zu vielerlei Bewegungen wie Felsbrockenlawinen führen. Insbesondere das vergleichsweise wirklichkeitsnahe Verhalten der Spielumgebung hebt Boulder Dash von anderen Labyrinth- und Grabespielen seiner Zeit ab. Neben gutem Reaktionsvermögen verlangt das Spiel logisches Vorgehen, um die 16 verschiedenen Höhlen absolvieren zu können. Boulder Dash wird deshalb - neben seiner allgemeinen Klassifizierung als Arcade-Spiel - den Genres Labyrinth, Geschicklichkeit und Puzzle zugeordnet.
Boulder Dash entwickelte sich binnen kurzer Zeit zu einem grossen und langanhaltenden Verkaufserfolg - allein bis Ende 2003 sollen etwa zwei Millionen Exemplare verkauft worden sein. Das Spiel gilt als Klassiker der Videospielgeschichte. Neben den von First Star Software autorisierten Portierungen und Nachfolgern existiert bereits seit Mitte der 1980er Jahre eine Vielzahl an Nachahmungen (Klone) und Weiterentwicklungen.